Erstellt von Hans-Günter Wagner

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Zielgruppe

für die Klassen 10 bis 13 für alle Schularten der Sekundarstufe II

Ein- bis zwei Doppelstunden (90 Min.)

Lernziele (inhaltliche und methodische)

  • Die Lernenden können einige der zentralen buddhistischen Aussagen zum sozialen und ökologischen Handeln wiedergeben.
  • Sie sind imstande, entsprechende Sutren zu nennen und können zwischen Buddhas unterschiedlichen Vorschlägen für Ordinierte und Laien unterscheiden.
  • Die Lernenden können Ashokas Herrschaftsmodell als frühen Prototyp eines idealen buddhistischen Staates beschreiben.
  • Sie sind imstande, zentrale Elemente des buddhistischen Modernismus zu benennen und können erklären, inwieweit durch diese Bewegung versucht wird, die alten buddhistischen Prinzipien auf moderne Gesellschaften anzuwenden.
  • Im Zuge dieser Vergleiche kontrastieren sie auch Intentionen mit faktischen Ergebnissen.
  • Sie können verschiedene Bewegungen des engagierten Buddhismus beschreiben, seine Zielsetzungen und Beweggründe nennen (z.B. hinsichtlich des Schutzes von Minderheiten oder der natürlichen Lebensumwelt).
  • Sie sind in der Lage, einige der Konflikte zu beschreiben, die aus der Umsetzung buddhistischer Lehren für die Gesellschaft resultieren können.
  • Die Lernenden können westliche (z.B. marxistische) und buddhistische Konzepte des gesellschaftlichen Handelns auf der paradigmatischen Ebene miteinander vergleichen.
  • Sie sind imstande, eigene qualifizierte Meinungen zu diesem Themenbereich zu formulieren und faktengestützt zu vertreten.
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Hauptteil

Die Lerneinheit (ca. 2x 90 Minuten) wendet sich an Schüler/innen der gymnasialen Oberstufe und kann in Fächern wie Ethik, Religion oder Praktische Philosophie eingesetzt werden. Anknüpfungspunkt sind die Themen „Gerechtigkeitsbezogene Begründungen verantwortlichen Handelns“, oder „Die Frage nach dem guten Handeln“ wie sie sich so oder in ähnlicher Form in den meisten Lehrplänen der Länder finden.[1]

Die Schüler/innen lernen die buddhistischen Aussagen zu einem wünschenswerten gesellschaftlichen Handeln kennen und setzen sich mit einigen praktischen Formen sozialen buddhistischen Engagements kritisch auseinander. Dabei stehen insbesondere der buddhistische Modernismus und der engagierte Buddhismus im Vordergrund. Die Lerneinheit ist in Form eines Menüs konzipiert, das heißt, die Lehrkraft kann sowohl sämtliche der vorbereiteten Teile bearbeiten oder eine Auswahl treffen und nur ausgewählte Aufgabenstellungen mit den entsprechenden Arbeitsmaterialien in die Arbeitsgruppen geben.

Die Bearbeitung findet über Schüler/innen-Lehrkraft-Dialoge und in Arbeitsgruppen statt. Von einer Arbeit mit Texten (Textverständnis und Texterschließung) geht es über den Vergleich konvergierender Auffassungen bis hin zur Entwicklung eigener qualifizierter Standpunkte, die argumentativ zu belegen sind.

[1] Siehe zum Beispiel: Lehrplan Ethik, Gymnasialer Bildungsgang, Gymnasiale Oberstufe des Hessischen Kulturministeriums von 2010, Inhalte für die Q3, Pkt. 3.2.3 in: https://kultusministerium.hessen.de/schulsystem/bildungsstandards-kerncurricula-und-lehrplaene/kerncurricula/gymnasiale-oberstufe/ethik (19.2.2018) oder das Kerncurriculum Praktische Philosophie (Minister für Schule und Weiterbildung des Landes NWR), in: www.learn-line.nrw.de/angebote/praktphilo/fragen-kreise/fragen-kreise.html (22.11.17).

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Material