Erstellt von Hans-Günter Wagner

Zielgruppe

für die Klassen 10 bis 13 für alle Schularten der Sekundarstufe II

Ein- bis zwei Doppelstunden (90 Min.)

Die Lerneinheit kann in Fächern wie Religion, Ethik oder Praktische Philosophie eingesetzt werden.

Lernziele (inhaltliche und methodische)

Die Schüler(innen) lernen etwas über:

a) den historischen Buddha Shakyamuni
b) die Stationen seines Lebens, die für seine Lehrtätigkeit paradigmatisch waren
c) die Legenden über seiner vorherigen Existenzen
d) die Unterschiede in der bildlichen Darstellung Buddhas im frühen und späten Buddhismus
e) den Wandel des Buddha-Bildes vom Menschen zur überweltlichen Heilsgestalt in der Geschichte der buddhistischen Lehre
f) weitere Buddhas und Buddha-Vorstellungen innerhalb der verschiedenen buddhistischen Schulen

Die Lerneinheit ist in Form eines Menüs konzipiert, das heißt, die Lehrkraft kann sowohl alle vorbereiteten Teile nehmen oder eine Auswahl treffen und nur die ausgewählten Aufgabenstellungen in einzelnen Arbeitsgruppen bearbeiten lassen.

Hauptteil

Wenn von Buddha die Rede ist, so ist zwischen dem historischen Buddha Shakyamuni, dem Stifter der Lehre, dem Buddha als überweltlichen Wesen in der späteren Schulen sowie den Meditationsbuddhas im tibetischen Buddhismus zu unterscheiden.

Möglicher Unterrichtsverlauf und didaktische Hinweise

Die Lerneinheit kombiniert kurze Lehrer(innen)vorträge mit Texten, die in Gruppen gelesen und diskutiert werden. Zur Illustration und Vertiefung der Gelernten werden Bildanalysen eingesetzt. Die Schüler(innen) arbeiten mit kurzen Texten und Bildvorlagen in Partner- oder Gruppenarbeit.

Möglicher Ablauf
1. Einführender Lehrer(innen)vortrag über das Leben Buddhas
2. Wichtige Stationen im Leben Buddhas
3. Buddha und das Indien seiner Zeit
4. Unterscheidung zwischen religiöser Überlieferung und historischer Forschung
5. Hermeneutische Deutungsfiguren am Beispiel einer Jataka-Geschichte
6. Zurückführung ikonographischer Unterschiede auf Transformationen des Buddha-Bildes im Theravada- und Mahayana-Buddhismus
7. Bestimmung der ikonographischen Unterschiede in frühen und späteren Darstellungen Buddhas
8. Transfer des bisher Erarbeiteten: Buddha im Vergleich mit anderen Religionsstiftern, das buddhistische Ideal der Vollkommenheit, Buddha und Ich.
9. Herausarbeitung der verschiedenen Dimensionen des Buddha-Bildes – Der Buddha als historische Figur (Shakyamuni), überweltliches Phänomen (transzendentale Buddhas), geistiges Prinzip (Buddha-Natur) und „geschicktes Mittel“ (Meditationsbuddhas in der Versenkungsübung).
10. Übungen zur Anwendung des Gelernten

Material